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Schachjugend des

SV 1861 Liebschwitz



letzte Aktualisierung am 14.11.2017

Grundregeln

 

Die Grundregeln haben wir nach folgenden Punkten unterteilt:

 

Das Ziel des Spiels

 

Das Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König matt zu setzen. 

Es bedeutet, das es keinen regelkonformen Zug gibt, welcher den König aus dem Schachgebot entkommen lassen würde.

Der Begriff stammt ursprünglich aus der persischen Spracheشاه مات schāh māt bedeutet „der König (Schah) ist überfallen/geschlagen/hilflos“. Die Übersetzung „der König ist tot“ ist dagegen ungenau. Die iranische Soziologin Valentine Moghadam hat den Ursprung des Wortes aufgespürt. Er stammt vom persischen Wort māndan, was „verbleiben“ im Sinne von „verlassen sein“ bedeutet. Der König ist also matt, wenn er hilflos seinem Schicksal überlassen ist. Dazu passt auch, dass der König im letzten Zug nicht geschlagen (getötet) wird, sondern handlungsunfähig stehen bleibt.
Quelle: Wikipedia

 

Matt beendet die Partie sofort.

Im FIDE Text liest sich das dann so:

1.1

Das Schachspiel wird zwischen zwei Gegnern gespielt, die ihre Figuren auf einem quadratischen Spielbrett, "Schachbrett" genannt, ziehen. Der Spieler mit den hellen Figuren (Weiß) macht den ersten Zug, dann ziehen die Spieler abwechselnd, wobei der Spieler mit den dunklen Figuren (Schwarz) den nächsten Zug ausführt. Ein Spieler "ist am Zug", sobald der Zug seines Gegners ausgeführt worden ist.

1.2

Das Ziel eines jeden Spielers ist es, den gegnerischen König so "anzugreifen", dass der Gegner keinen regelgemäßen Zug zur Verfügung hat. Der Spieler, der dieses Ziel erreicht, hat den gegnerischen König "matt gesetzt" und das Spiel gewonnen. Es ist nicht erlaubt, den eigenen König im Angriff stehen zu lassen, den eigenen König einem Angriff auszusetzen oder den König des Gegners zu schlagen. Der Gegner, dessen König matt gesetzt worden ist, hat das Spiel verloren.

1.3

Ist eine Stellung erreicht, in der keinem der beiden Spieler das Mattsetzen des gegnerischen Königs mehr möglich ist, ist das Spiel "remis" (unentschieden, - siehe Artikel 5.2.b).

3.9

Ein König "steht im Schach", wenn er von einer oder mehreren gegnerischen Figuren angegriffen wird, auch wenn diese selbst nicht auf das vom König besetzte Feld ziehen können, weil sie anderenfalls den eigenen König im Angriff stehen lassen oder diesen einem Angriff aussetzen würden.
Keine Figur darf einen Zug machen, der entweder den König derselben Farbe einem Schachgebot aussetzt oder diesen in einem Schachgebot stehen lässt.

Quelle: FIDE Regeln 2014, deutsche Übersetzung des DSB

Die Aufstellung

Die Gangart der Figuren wollen wir hier nicht noch einmal behandeln, die sollte jeder Besucher unserer Homepage kennen.

Allerdings möchten wir darauf hinweisen, dass Ihr vor jedem Spiel die Aufstellung der Figuren überprüft!

Also: Schwarz steht auf den Reihen 8+7, Weiß auf den Reihen 1+2. Sollten Buchstaben und Zahlen fehlen, so kann man sich merken, dass das Feld der untersten Reihe des zu mir zeigenden Brettes am rechten Rand die weiße Farbe haben muss. Auch sollte überprüft werden, daß die Figuren am richtigen Platz stehen. Denn ansonsten habt Ihr nur zusätzlichen Aufwand:

7.1

a) Wenn während einer Partie festgestellt wird, dass die Anfangsstellung der Figuren falsch war, wird die Partie annulliert und eine neue gespielt.

b) Wenn während einer Partie festgestellt wird, dass das Brett nicht gemäß Artikel 2.1 ausgelegt worden ist, wird die Partie fortgesetzt, aber die erreichte Stellung muss auf ein korrekt liegendes Schachbrett übertragen werden.

 

7.2 

Wenn eine Partie mit vertauschten Farben begonnen worden ist, wird sie fortgesetzt, es sei denn, der Schiedsrichter entscheidet anders.

Quelle: FIDE Regeln 2014, deutsche Übersetzung des DSB

Der relative Wert der Figuren


Im Schachtraining oder der AG haben wir bereits über den Wert der Figuren sehr früh Informationen erhalten.

Es ist mehr als umstritten, ob es denn Sinn macht, den Figuren einen Zahlenwert zuzuordnen.

Für den Anfänger kann es aber zunächst als Orientierung für Tauschmanöver durchaus wertvoll sein, die nachstehende Grundskala zu kennen.

 

Die Grundlagenskala:

Die einfachste und bekannteste, aber wohl auch gröbste, Skala sieht etwa so aus:

     
Bauer = 1 PunktBauer = 1 Punkt Bauer -   1 Punkt
Springer = 3 PunkteSpringer = 3 Punkte Springer -   3 Punkte
Läufer = 3 PunkteLäufer = 3 Punkte Läufer
-   3 Punkte
Turm = 5 PunkteTurm = 5 Punkte Turm
-   5 Punkte
Dame = 9 PunkteDame = 9 Punkte Dame
-   9 Punkte
     

Im Verlauf Eurer Schachkarriere werdet Ihr aber schnell bemerken, dass der jeweilige Wert von vielen, stellungsabhängigen Faktoren bestimmt wird und durchaus nicht identisch mit dieser Grundlagenskala sein muss.

Für Fortgeschrittene stellen daher Statusuntersuchung und Bewegungshorizont eine wesentlich genauere und für Planungszwecke auch zwingende Bewertungsgrundlage dar.

Dies aber sind Trainingsthemen und die findet Ihr im entsprechenden Seitenbereich.

Die Ausführung der Züge

 

4.1 

Jeder Zug muss mit einer Hand allein ausgeführt werden.

 

4.2 

Vorausgesetzt, dass er seine Absicht im Voraus bekannt gibt (z.B. durch die Ankündigung "j'adoube" oder "ich korrigiere"), darf der Spieler, der am Zuge ist, eine oder mehrere Figuren auf ihren Feldern zurechtrücken.

 

4.3 

Berührt der Spieler, der am Zuge ist, den Fall von Artikel 4.2 ausgenommen, absichtlich auf dem Schachbrett

a) eine oder mehrere eigene Figuren, muss er die zuerst berührte Figur ziehen, die gezogen werden kann, oder

b) eine oder mehrere gegnerische Figuren, muss er die zuerst berührte Figur schlagen, die geschlagen werden kann, oder

c) je eine Figur beider Farben, muss er die gegnerische Figur mit seiner Figur schlagen oder, falls dies regelwidrig ist, die erste berührte Figur, die gezogen oder geschlagen werden kann, ziehen oder schlagen. Falls nicht eindeutig feststeht, ob die eigene Figur oder die gegnerische zuerst berührt worden ist, gilt die eigene als die zuerst berührte Figur.

 

4.4 

Wenn der am Zug befindliche Spieler

a) absichtlich seinen König und einen Turm berührt, muss er auf diese Seite rochieren, sofern dies regelgemäß ist, oder

b) absichtlich seinen Turm und danach seinen König berührt, darf er mit diesem Turm in diesem Zug nicht rochieren, und der Fall wird durch Artikel 4.3.a) geregelt, oder

c) in der Absicht zu rochieren, seinen König oder König und Turm zugleich berührt, die Rochade aber auf dieser Seite regelwidrig ist, muss er einen anderen regelgemäßen Königszug ausführen (was die Rochade zur anderen Seite einschließt). Falls der König keinen regelgemäßen Zug zur Verfügung hat, darf der Spieler einen beliebigen regelgemäßen Zug ausführen, oder

d) einen Bauern umwandelt, ist die Wahl der Figur endgültig, sobald die Figur das Umwandlungsfeld berührt hat.

 

4.5 

Falls keine der berührten Figuren gezogen oder geschlagen werden kann, darf der Spieler einen beliebigen regelgemäßen Zug ausführen.

 

4.6 

Wenn als regelgemäßer Zug oder Teil eines regelgemäßen Zuges eine Figur auf einem Feld losgelassen worden ist, kann sie in diesem Zug nicht mehr auf ein anderes Feld gezogen werden. Der Zug gilt dann als ausgeführt:

a) im Fall des Schlagens, sobald die geschlagene Figur vom Schachbrett entfernt wurde und der Spieler beim Setzen seiner Figur auf ihr neues Feld diese loslässt;

b) im Fall der Rochade, sobald der Spieler den Turm auf dem Feld loslässt, welches der König vorher überquerte. Wenn der Spieler den König loslässt, ist der Zug noch nicht ausgeführt, aber der Spieler darf keinen anderen Zug ausführen, als die Rochade auf dieser Seite, vorausgesetzt, diese ist regelgemäß;

c) im Fall der Bauernumwandlung, sobald der Bauer vom Schachbrett entfernt wurde und der Spieler die neue Figur auf dem Umwandlungsfeld losgelassen hat. Wenn der Spieler den Bauern, der das Umwandlungsfeld erreicht, loslässt, ist der Zug noch nicht ausgeführt, aber der Spieler darf den Bauern nicht mehr auf ein anderes Feld ziehen.

 

Der Zug wird als regelgemäß bezeichnet, sofern alle notwendigen Anforderungen von Artikel 3 erfüllt worden sind. Wenn der Zug nicht regelgemäß ist, muss ein anderer Zug unter Berücksichtigung von Artikel 4.5 ausgeführt werden.


4.7 

Ein Spieler verliert das Recht, einen Verstoß seines Gegners gegen Artikel 4 zu reklamieren, sobald er absichtlich eine Figur berührt hat.

Quelle: FIDE Regeln 2014, deutsche Übersetzung des DSB

Die Beendigung der Partie

 

5.1

a) Die Partie ist von dem Spieler gewonnen, der den gegnerischen König mattgesetzt hat. Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, dass der Zug, der die Mattstellung herbeigeführt hat, regelgemäß war.

b) Die Partie ist von dem Spieler gewonnen, dessen Gegner erklärt, dass er aufgebe. Damit ist die Partie sofort beendet.

 

5.2

a) Die Partie ist "remis" (unentschieden), wenn der Spieler, der am Zuge ist, keinen regelgemäßen Zug zur Verfügung hat und sein König nicht im Schach steht. Eine solche Stellung heißt "Pattstellung". Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, dass der Zug, der die Pattstellung herbeigeführt hat, regelgemäß war.

b) Die Partie ist remis, sobald eine Stellung entstanden ist, in welcher keiner der Spieler den gegnerischen König mit irgendeiner Folge von regelgemäßen Zügen mattsetzen kann. Eine solche Stellung heißt "tote Stellung". Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, dass der Zug, der die Stellung herbeigeführt hat, regelgemäß war (siehe Artikel 9.6).

c) Die Partie ist remis durch eine von den beiden Spielern während der Partie getroffene Übereinkunft. Damit ist die Partie sofort beendet (siehe Artikel 9.1).

d) Die Partie darf remis gegeben werden, falls irgendeine identische Stellung mindestens zum dritten Mal auf dem Schachbrett entstanden ist oder sogleich entstehen wird (siehe Artikel 9.2).

e) Die Partie darf remis gegeben werden, falls mindestens die letzten 50 aufeinander folgenden Züge von jedem Spieler gemacht worden sind, ohne dass irgendein Bauer gezogen oder irgendeine Figur geschlagen worden wäre (siehe Artikel 9.3).

Quelle: FIDE Regeln 2014, deutsche Übersetzung des DSB

Die Notation einer Partie

Verkürzte algebraische Notation

Bei der Kurznotation wird das Ausgangsfeld weggelassen. Ist ein Zug dadurch nicht mehr eindeutig beschrieben, so wird die Ausgangslinie (sofern diese nicht identisch ist) oder die Ausgangsreihe (falls beide Figuren auf der gleichen Linie stehen) hinzugefügt.

 

Die verkürzte Form der Notation ist bei der handschriftlichen Notation der Schachpartie üblich und hat sich weitgehend auch in Schachbüchern und -zeitschriften durchgesetzt.

 

Beispiele:

Lc4

Läufer zieht nach c4.

L×c4

Läufer zieht nach c4 und schlägt dort einen gegnerischen Stein.

b4

Bauer zieht nach b4.

a×b4

Bauer a3 zieht nach b4 und schlägt dort einen gegnerischen Stein.

f×g6 e.p.

Bauer f5 zieht nach g6 und schlägt dabei den gegnerischen Bauern auf g5 im Vorübergehen.

Sec4

Der Springer auf der e-Linie zieht nach c4.

Se×c4

Der Springer auf der e-Linie schlägt auf c4.

T1c7

Der Turm auf der ersten Reihe zieht nach c7.

c×d8D

Bauer auf c7 schlägt auf d8 und verwandelt sich in eine Dame.

c×d8S+

Bauer auf c7 schlägt auf d8, verwandelt sich in einen Springer und bietet Schach.

Quelle: FIDE Regeln 2014, deutsche Übersetzung des DSB

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